Die Zivildieneinsätze zum Schutz unserer Natur- und Kulturlandschaften sind gefährdet.
Derzeit gefährden zwei wichtige politische Vorstösse die Zivildiensteinsätze, insbesondere im Bereich Natur- und Umweltschutz.
Verschärfungen der Zulassungsbedingungen zum Zivildienst
Das Parlament wollte die Zulassungsbedingungen für den Zivildienst verschärfen. Mit den vom Bundesrat im Herbst 2025 vorgeschlagenen Massnahmen sollte die Zahl der jährlichen Zulassungen zum Zivildienst von 6’600 auf 4’000 gesenkt werden. Das würde insbesondere weniger Einsätze für Natur- und Umweltschutz bedeuten.
Unter dem Motto «Nein zu den Verschärfungen des Zivildienstes» hat CIVIVA (der Schweizerische Verband für Zivildienst) ein Referendum gegen diese Verschärfungen der Zulassungsbedingungen lanciert, die den Zivildienst, wie wir ihn kennen, gefährden. Mit nahezu 60'000 Unterschriften wurde dieses von der SUS unterstützte Referendum am 15. Januar 2026 in Bern eingereicht.
Dieses Referendum ist ein erster Etappensieg für unsere Umwelteinsätze mit Zivildienstleistenden, dank denen jedes Jahr mehr als 1 km Trockenmauern wieder aufgebaut und mehr als 200 Hektar naturnahe Flächen gepflegt werden können. Wir warten nun gespannt auf die Referendumskampagne und das Ergebnis der Volksabstimmung.
Entlastungspaket 27: Eine Gefahr für unsere Natur- und Kulturlandschaften!
Der Bund plant, im Rahmen des Entlastungspakets 2027 3,4 Millionen Franken zu streichen, die derzeit zur Unterstützung von Zivildiensteinsätzen im Naturschutz eingesetzt werden.
Diese Mittel sind für viele Projektträger (Kantone, Gemeinden, Vereine usw.) essenziell und tragen wesentlich zur Umsetzung wichtiger Naturschutzprojekte bei. Ein Wegfall dieser Gelder würde unweigerlich zu einem Rückgang solcher Projekte führen.
